Coffee break

Vielleicht ist euch aufgefallen, dass es letzte Woche (und die davor?) einen Beitrag auf diesem Blog gab. Das lag zum einem an der kleinen Erkältung, die ich mir eingefangen hatte und zum anderen daran, dass ich mir immer wieder kleine Pause gönne. Nicht, weil ich mich für Adele halte und weiß, die Leute warten auf News von mir. Es ist nicht so, als ob jemand auf diesen Blog gestarrt und immer wieder F5 gedrückt hat, in der stillen unbändigen Hoffnung es gäbe endlich wieder einen Beitrag!

Meine Beiträge verändern die Welt nicht. Sie verhallen oft sogar als Echo im World Wide Web. Das weiß ich, das wisst ihr. Aber das hält mich sicher nicht davon ab meine Gedanken auch weiterhin in Form von kleinen Artikel mit den Lesern zu teilen, die Lust haben mal kurz über ihren Tellerrand zu schauen. Einfach, weil es sie interessiert was andere Menschen denken. Ich mache das sehr gerne. Ich lese Blogs, lasse mich von Gedanken der anderen Blogger inspirieren oder manchmal auch nur in eine Richtung schubsen, in die ich sonst vielleicht nicht gedacht hätte.

Nun aber zu diesem Beitrag. Ich trinke ja wahnsinnig gerne Kaffee. Weil er mich dazu zwingt von meinem Rechner aufzustehen, den Blick vom Bildschirm zu nehmen, mich zu bewegen. In unserem Büro ist die Kaffeeküche nämlich unten und so muss ich Treppen laufen. Dieser kurze Gang, der mich ablenkt und für die noch so kurze Dauer, vergessen lässt, was für ein Problem sich auf meinem Bildschirm abspielt (und sicher noch da ist, wenn ich wiederkomme), ist immer wieder ein überraschendes Highlight in meinem Büroalltag.

Deswegen habe ich mir angewöhnt besagte Kaffeepausen auch in meinem normalen Leben einzuführen. Weg vom Rechner, vom Fernseher, vom Buch und vom Telefon. Raus, an die Luft (und das auch bei Regen und Schnee), einfach weil ich denke es ist wichtig. Unser Kopf ist so vollgestopft mit Sorgen, Gedanken, Horrorszenarien und (wenn man so ist wie ich) mit Versionen der Zukunft, die so nie eintreffen. Trotzdem beschäftigen wir uns damit. Immer und immer wieder. Mein Gang die Treppen runter, die Straße entlang zum Bäcker an der Ecke, wo ich mir einen Kaffee kaufe (obwohl ich über eine funktionstüchtige Kaffeemaschine in meiner Küche verfüge) ist meine Kaffeepause von Gedanken, die sich in meinem Kopf drehen. In diesen fünf Minuten verbiete ich mir das Karussell des Wahnsinns und freue mich auf einen leckern Kaffee, einen kurzen Plausch mit der Bäckersfrau und den Rückweg.

Wäre es nicht schön, wenn solche Kaffeepausen gesetzlich in unseren Leben verankert wären? Wer keinen Kaffee mag, kann auch gerne einen Tee oder eine Limo wählen.

Entschuldigt diesen etwas schrägen Beitrag. Es war mir nur irgendwie ein Bedürfnis euch von meiner Pause zu erzählen. Ich gehe mal los und hole mir einen Kaffee. Mal sehen, ob ihr noch da seid, wenn ich wiederkomme. 

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr solche Pausen in eurem Alltag oder braucht ihr sie gar nicht?

Liebe Grüße von mir an euch!

avocadogirl

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2 Gedanken zu “Coffee break

  1. Hi du 🙂

    Danke für deinen schönen, nachdenklichen Artikel. Ich lese deine Gedanken jenseits des Tellerrands sehr gerne, und auch dieses Mal kann ich vieles stumm abnicken.So eine Kaffeepause von Gedanken, Sorgen und Stress gönne ich mir auch von Herzen gerne, das ist einfach wichtig. Für die Seele und zumindest den Versuch, etwas innere Ruhe zu finden. Ich habe mir abgewöhnt, darüber nachzudenken, was passieren könnte, würde ich beispielsweise mal 1 Woche nicht bloggen. Manchmal gibt es eben einfach nichts zu sagen, und manchmal sagt das Schweigen schon alles.

    Also ja, ich brauche solche Pausen auch. Dringend. Und ich nehme sie mir auch einfach. Am liebsten würde ich dieses Osterwochenende irgendwo auf einer einsamen Insel verbringen. Alleine, ohne farbbematschte Eier und großartiges Osterfeiertagsfresskoma.

    Schönes Osterwochenende wünsche ich dir ♥
    Liebe Grüße
    Sandra

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    • Liebe Sandra,
      ich denke, es ist wichtig auch mal ‚offline zu gehen‘ und tief durchzuatmen. Ich bin total gerne hier auf dem Blog, bei Twitter und bei euch. Aber manchmal muss man so dringend raus. Wenn die Leute im Netz mich & diesen kleinen Blog vergessen, dann ist das eben so. 🙂
      Dir auch zauberhafte Ostern!
      Avocado Girl

      Gefällt 1 Person

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