Coffee break

Vielleicht ist euch aufgefallen, dass es letzte Woche (und die davor?) einen Beitrag auf diesem Blog gab. Das lag zum einem an der kleinen Erkältung, die ich mir eingefangen hatte und zum anderen daran, dass ich mir immer wieder kleine Pause gönne. Nicht, weil ich mich für Adele halte und weiß, die Leute warten auf News von mir. Es ist nicht so, als ob jemand auf diesen Blog gestarrt und immer wieder F5 gedrückt hat, in der stillen unbändigen Hoffnung es gäbe endlich wieder einen Beitrag!

Meine Beiträge verändern die Welt nicht. Sie verhallen oft sogar als Echo im World Wide Web. Das weiß ich, das wisst ihr. Aber das hält mich sicher nicht davon ab meine Gedanken auch weiterhin in Form von kleinen Artikel mit den Lesern zu teilen, die Lust haben mal kurz über ihren Tellerrand zu schauen. Einfach, weil es sie interessiert was andere Menschen denken. Ich mache das sehr gerne. Ich lese Blogs, lasse mich von Gedanken der anderen Blogger inspirieren oder manchmal auch nur in eine Richtung schubsen, in die ich sonst vielleicht nicht gedacht hätte.

Nun aber zu diesem Beitrag. Ich trinke ja wahnsinnig gerne Kaffee. Weil er mich dazu zwingt von meinem Rechner aufzustehen, den Blick vom Bildschirm zu nehmen, mich zu bewegen. In unserem Büro ist die Kaffeeküche nämlich unten und so muss ich Treppen laufen. Dieser kurze Gang, der mich ablenkt und für die noch so kurze Dauer, vergessen lässt, was für ein Problem sich auf meinem Bildschirm abspielt (und sicher noch da ist, wenn ich wiederkomme), ist immer wieder ein überraschendes Highlight in meinem Büroalltag.

Deswegen habe ich mir angewöhnt besagte Kaffeepausen auch in meinem normalen Leben einzuführen. Weg vom Rechner, vom Fernseher, vom Buch und vom Telefon. Raus, an die Luft (und das auch bei Regen und Schnee), einfach weil ich denke es ist wichtig. Unser Kopf ist so vollgestopft mit Sorgen, Gedanken, Horrorszenarien und (wenn man so ist wie ich) mit Versionen der Zukunft, die so nie eintreffen. Trotzdem beschäftigen wir uns damit. Immer und immer wieder. Mein Gang die Treppen runter, die Straße entlang zum Bäcker an der Ecke, wo ich mir einen Kaffee kaufe (obwohl ich über eine funktionstüchtige Kaffeemaschine in meiner Küche verfüge) ist meine Kaffeepause von Gedanken, die sich in meinem Kopf drehen. In diesen fünf Minuten verbiete ich mir das Karussell des Wahnsinns und freue mich auf einen leckern Kaffee, einen kurzen Plausch mit der Bäckersfrau und den Rückweg.

Wäre es nicht schön, wenn solche Kaffeepausen gesetzlich in unseren Leben verankert wären? Wer keinen Kaffee mag, kann auch gerne einen Tee oder eine Limo wählen.

Entschuldigt diesen etwas schrägen Beitrag. Es war mir nur irgendwie ein Bedürfnis euch von meiner Pause zu erzählen. Ich gehe mal los und hole mir einen Kaffee. Mal sehen, ob ihr noch da seid, wenn ich wiederkomme. 

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr solche Pausen in eurem Alltag oder braucht ihr sie gar nicht?

Liebe Grüße von mir an euch!

avocadogirl

Zufrieden.

In meinen letzten Beiträgen ist mir aufgefallen, dass ich ein bisschen danach klinge, als wäre ich mit meinem Leben, meinem Zuhause oder mir selbst nicht so recht glücklich. Natürlich wird der aufmerksame Leser zwischen den Zeilen entdeckt haben, dass es „nachdenkliches Meckern auf hohem Niveau“ ist. Denn ich bin zufrieden. Sehr sogar.
Doch – wie so vielen Menschen – fällt es mir leichter mich zu fragen, was ich noch alles erleben könnte? Wohin könnte mich mein Weg noch führen? Wo wartet ein noch aufregenderer Moment auf mich?

Deswegen möchte ich den heutigen Beitrag nutzen um mich (und hoffentlich auch euch) daran zu erinnern, dass das Jetzt auch ziemlich genial ist.

Meine Großmutter, mit der ich wahnsinnig viel spazieren gegangen bin, blieb auf eben diesen Runden gerne mal stehen und betrachtete die Blumen auf dem Feld neben uns. Oder einen Vogel, der am Himmel seine Kreise flog. Sie hatte es nie eilig zum nächsten, noch besseren Moment zu hetzen. Ganz im Gegenteil. Sie hat einen Moment nach dem anderen genossen. Lange Zeit habe ich nicht verstanden, wieso sie immer wieder diese Pause eingelegt hat und oft fälschlicher Weise angenommen, es wäre ihrem hohen Alter geschuldet. Doch inzwischen weiß ich es besser. Jetzt, da ich ohne sie spazieren gehen muss (auch wenn ich mir ganz sicher bin, dass sie mich bei jedem Schritt begleitet), bleibe auch ich gerne stehen und lasse die Eindrücke auf mich wirken. Wenn ich zu schnell durch den Tag hetze, verpasse ich die Kleinigkeiten, die mich daran erinnern, dass ich in einer schönen Stadt wohne, die viele Grünanlagen und tolle verstecke Cafés mit hervorragendem Kuchen hat. Danke Oma.
Ich würde ein freundliches Gesicht, das mir im Vorbeigehen einen schönen Tag wünscht, verpassen und vergessen, wie gerne ich Bahn fahre, weil ich es mir zum Ziel gemacht habe, immer einen völlig fremden Menschen anzulächeln. Viele sind von dieser spontanen Attacke der Höflichkeit erstmal überrascht, weil es in der heutigen Zeit eben nicht mehr Gang und Gäbe ist, dass man sich auf der Straße grüßt – auch oder gerade wenn man sich nicht kennt. Doch viele Leute lächeln inzwischen zurück, fast erleichtert und dankbar, wenn ich meinen Blick nicht abwende, nachdem sie mir zunicken.

Ja, ich bin zufrieden. Ich habe keine Garage in die vier Porsche und acht Kleinwagen passen. Keinen Balkon für meinen Topfpflanze, die ich liebevoll seit knapp sieben Jahre hege und pflege und sie sonntags, während der Kaffee kocht am ausgestreckten Arm aus dem Fenster halte, weil ich weiß, dass sie ihren Balkon vermisst.
Trotzdem mag ich meine Wohnung.
Ich mag es, wie die Wachsflecken auf meinem Ikea-Tisch mich daran erinnern, dass Freunde zum Essen da waren und wir bis in die Nacht geredet und Rotwein getrunken haben.
Ich mag die Playlist bei Spotify, die mir mein bester Freund jeden Monat schickt, obwohl wir uns über ein Jahr nicht mehr gesehen haben.
Ich mag die Postkarten meiner Freundin, die sich ein Jahr Work and Travel gegönnt hat und mich durch die kleinen Nachrichten im Briefkasten an ihren Abenteuern teilhaben lässt.
Und ich mag mein Spiegelbild, wenn ich verschlafen aber glücklich am Wochenende mit Zahnpastaschaum im Mundwinkel über dem Waschbecken stehe.

Will ich trotzdem die Welt erobern? Na sicher!
Aber ich will auch immer wieder in mein Leben nach Hause kommen, weil es mein kleines Fleckchen Paradies ist. Und immer bleiben wird.

Und jetzt zu euch. Seid ihr zufrieden? Und wenn ja, was mögt ihr gerade am meisten an eurem Leben? Erzählt es mir doch in den Kommentaren. Ich freue mich immer, von euch zu lesen.
Euer,

avocadogirl

 

Fernweh.

Das Herz zieht sich in der Brust zusammen, die Augen werden feucht, der Blick geht gen Horizont, wo der Himmel kurz unendlich scheint und ein schrecklich gemeines Gefühl von Vermissen macht sich breit.

Keine Ahnung, wie andere Menschen Fernweh empfinden, aber mir ergeht es dann meisten so wie oben beschrieben. Besonders schlimm ist die Tatsache, dass man nie weiß, wann es einen überfällt. Manchmal steht man ganz ahnungslos an einer Ampel, ist mit den Gedanken unbewusst weit weg und nicht darauf vorbereitet. Dann schlägt es zu und reißt einen mit sich. Gegenwehr zwecklos.
Das Fernweh.
Egal wie wohl wir uns zu Hause fühlen, diese Art des Schmerzes kennen fast alle. Wenn man sich nach Orten sehnt, die man noch nie besucht hat, wenn man von langen Flug- oder Zugreisen träumt sich sich ausmalt, wie es sich wohl anfühlen wird, wenn man an einem fremden Ort aufwacht.
Mir geht es zumindest oft so. Das Phantom Fernweh nimmt mich in den Klammergriff und hält mich so lange fest, bis ich zugebe, dass ich gerne einen neuen Ort von meiner To-See-Liste streichen möchte.

Neben dem ganzen Reisen, fremde Kulturen, fremdes köstliches Essen und oftmals besseres Wetter als zu Hause, reizt mich vor allem eine ganz besondere Sache. Nirgends lerne ich so viel über mich, wie in einem fremden Land, dessen Sprache ich nicht perfekt beherrsche, wo ich niemanden kenne und mich jedes Mal aufs Neue überrasche. Ob in Portugal, Spanien, Frankreich oder Neuseeland. Überall bin ich ein anderer Mensch und wachse mit jeder Herausforderung über mich hinaus. Zuerst etwas ängstlich und zurückhaltend, stottere ich meine Frage nach dem nächsten Hostel über die Lippen, nur um am Tag meiner Abreise oftmals lieb gewonnene neue Freunde zu umarmen und mit Tränen in den Augen wieder in mein altes Leben zu verschwinden.
Am Flughafen oder Bahnhof winke ich nicht nur meinen neuen Freunden, sondern auch der Urlaubsversion von mir zu. Da stehe ich, mit von der Sonne gebleichten Haaren und sonnengeküssten Haut, ich lächele selbstbewusst, habe ein Funkeln in den Augen als würde ich ein Geheimnis kennen, bei dem der Rest der Welt angestrengt rätselt. Das vermisse ich auf meiner Heimreise am meisten. Die bessere Version meiner Selbst, die ich nur in seltenen Fällen über die Landesgrenze zurück nach Deutschland retten kann.

Hier bin ich einfach wieder nur ich. Gewöhnlich und unauffällig. Ich überlasse älteren Damen im Bus meinen Platz, lasse Menschen mit weniger Artikeln im Korb an der Kasse den Vortritt und nehme mir vor lieber die Treppe als den Fahrstuhl zu nehmen. Ich gehe in der Masse unter, bin nichts Besonderes, kein strahlender Stern mit großartigem Humor und einem Charisma, das Leute beeindruckt. Ich bin nur eine junge Frau mit einem Blog und viel zu viel Gedanken für den kleinen Kopf.
War ich an der Algarve nicht noch dieses todesmutige Mädchen, das sich mit Neoprenanzug und Surfbrett in die Wellen gestürzt hat? Literweise Salzwasser geschluckt und kaum eine Welle gestanden hat? Mein Lachen hat man trotzdem am ganzen Strand gehört.

Ich vermisse mich. So sehr, dass ich hoffe bald wieder unter einer akuten Fernwehattacke zu leiden, damit ich – vom Arzt verschrieben – wieder eine Reise buchen kann, nur um eine weitere Facette an mir kennenlernen zu dürfen. Vielleicht gelingt es mir ja, mit jedem Kurztrip ein Stück mehr von mir über die Grenze zurück zu schmuggeln. Dann kann ich mich eines Tages wie ein buntes Mosaik zusammensetzen.

Kennt ihr das Gefühl von Fernweh? Wann überkommt es euch am häufigsten? Oder haltet ihr mich schlichtweg für verrückt?!

 

Euer,

avocadogirl

Be yourself.

In letzter Zeit lese ich immer wieder diese klassischen Sprüche auf Twitter oder Instagram, wo es heißt: Be yourself! (gerne wird dann noch ein witziger Twist mit dem Einhorn oder Batman angehängt – vermutlich, weil es dann leichter zu ignorieren ist).
Doch wenn man sich auf eben diesen sozialen Medien mal genauer umsieht, so klingt das sich ständig wiederholende Mantra doch wirklich wie die Behauptung bei Bodybuildern würden man auf der Bühne echte Sommerbräune erkennen können.

Was bedeutet be yourself heute noch? Ist es wirklich eine ernstgemeinte Aufforderung der Mensch zu sein, der man ist? Bekommt man für ein Bild in Pyjamahose, zerzauster Frisur, dringend benötigtem Kaffee und Augenringe am Sonntagmorgen in der Küche wirklich so viele Klicks, Likes, Favoriten und Herzen, wie für das eines frisch gepressten Smoothie, der den Hashtag #tasty verpasst bekommt und dann im Müll landet, weil er nämlich genau das nicht ist?
Wohl kaum.
Was fehlt der Netzgemeinde in der heutigen Zeit zur Authentizität? Der Mut? Oder das Verständnis für die verfloskelte Redewendung be yourself.
Denn dank der zahlreichen Filter, die uns Instagram und co. zur Verfügung stellen, ist es leicht den perfekten Look eines perfekten Lebens in einem perfekten Feed zu generieren. Nur ist es eben nicht mehr das echte Leben. Es ist als würde man in einen dieser verrückten Zerrspiegel schauen, die es früher auf der Kirmes gab. In denen man dicker, dünner, größer oder kleiner aussah. Wir faken ein Abbild unserer Realität um den Schein zu wahren, um mitzumachen, um dabei zu sein. Wir drapieren unser Essen, bevor wir es fotografieren und es mit der Welt teilen. Wir posten spontane Schnappschüsse, die erst beim 17. Versuch so gut aussehen, dass wir sie online stellen wollen. 
Natürlich streiten wir das alle ab. Wir doch nicht. Wir predigen schließlich auf eben diesen Plattformen genau das Gegenteil: be yourself! 

Wirklich? 

Ich habe einen Blick auf meinen Instagram-Feed geworfen und musste feststellen, dass nur zwei Fotos mein Leben und mich so zeigen, wie wir wirklich sind. Eine absurde Symbiose, die im Chaos existiert und – zu meiner Überraschung – funktioniert. Trotzdem wette ich, dass mein Leben am Stammtisch über mich herzieht und sich beschwert, wieso ausrechnet es so eine Chaotin wie mich abgekriegt hat. Das ist okay, ich schimpfe auch manchmal über mein Leben und träume mich auf die Sonnenseite der Welt, wo ich Cocktails schlürfe, Geld durch Blogposts wie diesen verdiene und gar keinen Filter für meine Fotos brauche, weil der Sonnenuntergang auf Bali nun mal wirklich diese Farben an den Himmel pinselt.
Trotzdem bin ich froh, wenn ich abends im Bett liege und weiß, dass ich mit meinem Leben ziemlich zufrieden bin. Ja, ich bin sogar mit mir zufrieden. Jeden Tag werde ich jetzt daran arbeiten wirklich ich zu sein. Vorbei die alberne Zeit der Gefällt-mir-Jagd und Hipsterfotos, die ich stundenlang ausleuchte, bevor sie dem gestiegenen Anspruch der User entsprechen. Früher hat man doch auch einfach ein Foto geschossen und gehofft, es ist kein totaler Ausfall, wenn man die Abzüge beim Fotoladen um die Ecke abgeholt hat. Selbst die verwackelten und unscharfen Momentaufnahmen wurden gerahmt, rumgezeigt und mit Stolz betrachtet. Jetzt werden sie vom Handy oder der Kamera gelöscht, bevor sie Speicherplatz für den perfekten Schnappschuss wegnehmen können.
Schade.
Weil es nie die perfekten Momente sind, an die wir uns am liebsten zurück erinnern. Es sind die Abende, an die man die größten Erwartungen hatten, die gnadenlos in die Hose gingen und mit der besten Freundin, einer Tüte Chips und einer Folge Gilmore Girls auf der Couch geendet sind.
Es sind die Partys, mit der schlechten Musik, den albernen Tänzen, den nach Erdbeerlimes-schmeckenden Küssen mit dem witzigen Typen, der zwar nicht aussah wie Michael Fassbender, einen aber zum lachen gebracht hat.

Wenn mein Leben am Ende als Fotostrecke bei Instagram vor meinem inneren Auge vorbeiziehen würde, dann wünsche ich mir viele verwackelte und unscharfe Bilder, dann wünsche ich mir Fotos von mir ohne Make-up und in schrecklichen Klamotten an einem bad hair day. Den 97% meines Lebens sind eben genau so. Unperfekt schön. Ich wünschte, wir könnten alle mehr dazu stehen.

Be yourself. Be real.

Euer

avocadogirl

Alleine mit mir selbst.

Meine Freunde sind einer der wichtigsten Punkte in meinem Leben. Ohne sie würde die Farbe, die Musik und der Spaß fehlen. Die Erinnerungen, die wir teilen. Wenn nur ein Song, ein Blick reicht und schon setzt sich ein Lächeln auf unsere Lippen, weil wir im Geiste eine Zeitreise beginnen. Zu einem gemeinsamen Augenblick der Vergangenheit, der uns ein warmes Gefühl schenkt. Wie schön ist das Leben mit Freunden, auf die man sich zu jeder Zeit verlassen kann? Wenn das laute Lachen bei einem Spieleabend das Wohnzimmer erfüllt, wenn die Schatten der Kerzen vor uns auf dem Tisch, auf unseren Gesichtern tanzen und wir Polaroidaufnahmen des Moments machen. Nur zur Sicherheit, falls die Erinnerung verblasst und zu verschwimmen droht.
Keinen dieser Abende will ich jemals missen.

Doch wie dringend brauche ich Pause von all dem Lärm, dem Gelächter, der Witze, der Musik und den Menschen. Das bedeutet nicht, dass sie mir zu viel werden oder ich sie nicht mag. Ich bin nur eine Person, die gerne abtaucht, verschwindet, die Schlüssel schnappt und dann einen langen Spaziergang durch die Nacht macht. Nur ich, die Stadt und meine Gedanken. Dann bin ich alleine mit mir selbst, was manchmal eine echte Herausforderung ist. Wenn so viele Ideen, Pläne und Visionen durch meinen Kopf schießen, dass ich glaube einen wahren Sternschnuppenregen zu bewundern. Dann weiß ich, es wir Zeit für meinen Spaziergang, wenn die Stadt schläft und die Lichter hinten den Fenster, die zu unzähligen Leben gehören, langsam weniger werden.
Ist es schlimm, wenn ich sage: Manchmal bin ich mir Gesellschaft genug.

Anti-social ist wohl der Begriff, den man in diesem Zusammenhang nennen würde. Obwohl ich das nicht bin. Ebenso, wie ich weder manisch, noch depressiv bin. Auch, wenn ich mir das schon habe anhören dürfen. Ist es wirklich so verkehrt einfach mal für sich sein zu wollen? Ohne es mit einem Selfie zu dokumentieren, es bei Instagram, Twitter, Facebook und Youtube mit der ganzen Welt zu teilen? Natürlich höre ich jetzt schon die zynischen Bemerkungen, ich würde es ja jetzt auch auf diesem Blog teilen. Der Unterschied ist nur, dass ich die Gedanken für mich behalte. Alles, was mir auf meinem nächtlichen Spaziergang ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert hat, bleibt zwischen mir und mir. In einer Zeit, in der man sich fast dazu genötigt fühlt alles, bis ins kleinste Detail, mit allen Fremden des world wide webs teilen zu müssen, ist es natürlich eine Randgruppenerscheinung, wenn man zufrieden alleine auf der Couch liegt und einfach nur eines dieser Achtsamkeitsmalbücher aus dem Flow Magazin ausmalt. Mag sein, dass viele glauben, das gesamte Leben spielt sich inzwischen Online ab. Dort, wo wir uns hinter gesichtslosen Avataren und absurden Glitzereinhorn2108-Nicknames verstecken können. Und so gerne ich auch auf dieser Party tanze und amüsante Tweets und spannende Blogposts meiner Blogger-Kollegen lese … ich brauche die Zeit, ganz alleine mit mir selbst.

Wie seht ihr das? Schaltet ihr manchmal auch all die Geräte ab, die euer Leben mit white noise überfluten und bleibt nur für euch oder gehört ihr zu den Menschen, die immer ein kleines Publikum brauchen? Lasst es mich doch in den Kommentaren wissen. Eure Gedanken interessieren mich nämlich wirklich.

Habt einen wundertollen Tag!

Euer,

avocadogirl

Buch der Stunde

Ich persönlich halte wenig von Buchbewertungen, in denen Sterne, Punkte, Schmetterlinge oder Hundewelpen vergeben werden. Genauso, wie kein Fan von vergleichenden Schulnoten bin. Kann man kreative Aufsätze wirklich benoten? Aber das ist ein ganz anderes Thema.

Heute möchte ich euch von einem Buch erzählen, dass ich gelesen und sehr gemocht habe. Das ist meine sehr persönliche Meinung und gleichzeitig eine Empfehlung ohne Sterne.

13132816Emmy & Oliver ist die Geschichte zweier Freunde aus Kindertagen, die von Robin Benway auf eine äußerst süße, ehrliche und unterhaltsame Art und Weise erzählt wird. Ich habe das Buch auf englisch gelesen, daher erlaube ich mir keine Wertung der deutschen Übersetzung. Allerdings kann ich mir kaum vorstellen, dass man – selbst mit einer schwachen Übersetzung – diese süße Geschichte kaputt machen kann.

Worum geht es jetzt aber? Nun, Oliver wird als Kind von seinem Vater entführt (seine Eltern sind getrennt und der Vater ist ganz offensichtlich der Meinung, er könne besser für den Jungen sorgen). Olivers Entführung bringt die kleine Küstenstadt und vor allem Emmys junges Leben ganz schön durcheinander. Von heute auf morgen ist ihr bester Freund nicht mehr da. Ganze sieben Jahre lang, bis die Polizei ihn findet und ihn als Teenager wieder nach Hause (also zu seiner Mom) bringt.
Die Frage, ob man, trotz der sieben Jahre Freundschaftspause, noch immer befreundet sein könnte, finde ich persönlich besonders spannend. Natürlich entwickelt sich eine entzückende Liebesgeschichte zwischen den beiden, die glaubwürdig und charmant erzählt wird. Doch darum geht es nicht. Es geht ums Erwachsenwerden, um Ängste und die Sorgen der Eltern. Um Träume und Ziele und um Freundschaft. Mit anderen Worten: genau mein Ding!
Vor allem Emmy hat es mir angetan, da mir ihr frecher und sarkastischer Humor ausgesprochen gut gefallen hat.
Oliver, der natürlich ein bisschen verschlossen, aber nicht unhöflich oder abweisend ist, hätte das Herz meines 16jährigen Ichs höher schlagen lassen. Ja, okay, er ist einfach verliebenswert. Da, ich habs gesagt!
Ich mag Bücher mit starken Nebenfiguren und mit Drew & Caro haben wir hier ganz wunderbare Charaktere, die nicht das Spotlight stehlen, sondern es mit den Hauptfiguren teilen. Die genau wissen, wann sie zu schweigen und wann zu unterstützen haben. Das liebe ich!
Nachdem ich das Buch gelesen habe, musste ich mir das Hörbuch kaufen, weil ich es mir in der Badewanne, der Bahn und beim Spazierengehen vorlesen lassen wollte. Ja, das ist nerdy und ich stehe dazu, Bücher, denen ich einen besonderen Platz in meinem Herzen freiräume, ziehen in allen Versionen in mein Leben. E-Book, Taschen- und Hörbuch.

In Zeiten, in denen die Buchwelt von psychisch gestörten schwerreichen Schönlingen oder tätowierten Bad Boys auf geklauten Motorrädern dominiert wird, ist diese Geschichte eine absolut willkommene Abwechslung. Natürlich haben wir auch hier das Drama der Kindesentführung, das allerdings nicht den Mittelpunkt der Geschichte einnimmt. Es geht viel mehr um die Beziehungen zwischen den Menschen, ohne dabei die üblichen Klischées zu bedienen. Wer also auf solche Geschichten steht (könnte jetzt sagen, der Schreibstil erinnert an John Green – aber auch das stimmt nicht), dem kann ich mein Buch der Stunde wirklich nur ans Herz liegen.
Wer lieber andere Genres bevorzugt: Traut euch trotzdem, weil die Figuren es wert sich gelesen zu werden.

Ich hoffe, dieser Artikel hat euch nicht gelangweilt und euch vielleicht sogar dazu inspiriert dem Buch eine Chance zu geben.

Liebe Grüße,
avocadogirl

Dort und da, nur nicht hier

In meinen Gedanken bin ich
Dann kilometerweit
Von hier und mir entfernt
In einer andren Zeit
Ich öffne meine Arme
Damit der Wind mich trägt
Bis die Meeresflut mich
Zurück ans Ufer legt

Philipp Poisel – Für keine Kohle dieser Welt

Manchmal laufe ich durch die Straßen, meine Füße scheinen den Weg zu kennen, denn sonst kann ich mir nicht erklären, wieso ich immer wieder zu Hause ankommen. Denn mit meinen Gedanken bin ich ganz wo anders. An Orten an denen ich mein Herz gelassen habe. Nein, damit meine ich keine Johnny-meets-Baby-Urlaubsflirt-Herz-gelassen-Sache, sondern echte Liebe.
Meistens wünsche ich mir an genau diesen Orten zu sein, nur um mich wieder komplett zu fühlen. Das in Worte zu fassen ist gar nicht so einfach, aber jeder, der schon mal in Hogwarts war (und ja, ich weiß, dass es den Ort nur in meiner und eurer Phantasie gibt), der wird verstehen, was ich meine. Doch es können auch Orte sein, an denen ich mit Freunden, der Familie oder ganz alleine war. Wenn ich jetzt meine Augen schließe, bin ich ganz weit weg an meinem Lieblingsstrand (den ich aus Angst vor Massentourismus nicht näher benennen darf, er ist quasi im Strandschutzprogramm …) und höre das Rauschen der Wellen, wie sie fast wütend und gleichzeitig verspielt an den Klippen prallen. Ich kann sehen, wie die Sonne zum Abschied das Meer küsst und dann für eine sternenklare Nacht verschwindet, nur um mich zum Tagesbeginn mit einem Bilderbuchhimmel erneut zu begrüßen. Ich spüre den Wind in den Haaren, schmecke das Meeressalz auf den Lippen und habe die Sorgen, die im Alltag auf meinen Schultern lasten, für diesen kurzen Augenblick vergessen.

Federleicht, wenn auch in meiner Vorstellung, hinterlasse ich Fußspuren im Sand, die von der nächsten kleinen Wellen schon wieder verschluckt und weggewischt werden, als wäre ich niemals hier gewesen. An diesem Strand habe ich vor Jahren mein Herz verloren. Weit weg von meinem Zuhause, meinen Freunden und meiner Familie, habe ich einen Ort gefunden, an dem mein Herz bleiben wollte. Dabei hat es mich natürlich nicht um Erlaubnis gefragt, sondern ist wie ein aufmüpfiger in der Pubertät steckender Teenager einfach abgehauen.
Mach dir keine Sorgen um mich, es geht mir gut! würde auf der Postkarte stehen, die es mir schickt und mit der es mich unbewusst immer wieder dahin zurück lockt. An den Ort, den ich vielleicht niemals wieder besuchen werde. Nicht so richtig. Nicht in Fleisch und Blut. Aber jeden Tag in meinen Gedanken. Das klingt wie eine dieser starcrossed-Lovers-Geschichten, die sich in meinem Buchregal tummeln und genau so fühlt es sich an. Als würde ein wichtiger Teil von mir fehlen, als wäre ich nie wirklich komplett.

Natürlich könnte ich meinen Resturlaub einreichen und einfach mal eine Woche an besagten Strand flüchten. Doch genau hier liegt das Problem. Was, wenn in all den Jahren die Version in meinem Kopf so viel schöner geworden ist, als die Realität? Was, wenn ich enttäuscht sein werde, wenn unser Date nicht perfekt verläuft? Noch fehlt mir der Mut mich dieser unausweichlichen Situation zu stellen. Doch machen wir uns nichts vor, solange mein Herz dort liegt, werde ich eines Tages zurückkehren und es besuchen. Im schlimmsten und schönsten Fall sogar wieder mitnehmen. Denn es fehlt mir doch sehr.

Und somit bin ich nie wirklich hier. Ich bin dort und da und manchmal sogar überall. Es aufzuschreiben fällt mir um einiges leichter, als es auszusprechen. Kopfschütteln bekomme ich für diesen Beitrag sicherlich kostenlos inklusive, dessen bin ich mir bewusst. Aber bei Twitter habe ich ganz todesmutig gefragt, was ihr euch als nächstes wünscht und Luana Casado wollte etwas Philosophisches. Nun, philosophischer als das hier wird es wohl bei mir nicht werden. Ich hoffe, ihr verzeiht mir.

Und wie es nun schon Tradition ist, folgt nun meine Frage an euch:
Habt ihr einen Ort, an dem euer Herz geblieben ist? Zeigt mir, dass ich nicht die Einzige mit solchen Gedanken und Gefühlen bin. 😉

Vielen Dank noch mal für all euren Zuspruch zu den anderen Beiträgen und dem Blog allgemein. Mit euch macht es so viel mehr Spaß! ❤

Euer,

avocadogirl

 

Keine Angst.

Ein Gedanke, der mich schon eine kleine Weile begleitet. Was wäre, wenn wir keine Angst hätten. Wenn wir nicht ständig diese gemeine kleine Frage im Hinterkopf hätten, die hektisch gegen die Zweifelstür klopft und ganz aufdringlich fragt.
Aber was, wenn es schief läuft? 

Nun, diese Sorge hat mich die letzten Jahre ziemlich beschäftigt. Viele meiner Freunde haben sich meinen Plan angehört und mich mit, vor lauter Angst, geweiteten Augen angesehen, energisch den Kopf geschüttelt und immer wieder gesagt: Tue es nicht, es könnte schief laufen!
Ich kam mir vor wie beim Pokern (und ich habe keinen blassen Schimmer vom Pokern) als hätte ich alles in den Topf geworfen und mich auf mein Blatt verlassen. (Ihr müsst zugeben, es klingt zumindest so, als hätte ich den vollen Durchblick beim Pokern)
Neue Wohnung, neue Stadt, neuer Job. Das bedeutet neue Freunde finden zu müssen, sich in einer fremden Umgebung zurecht finden und sich in einem neuen Job von vorne beweisen zu müssen. Das ist Stress, das ist Anstrengung und das ist genau das, was ich machen wollte!
Zu lange habe ich in meinem Lebenskokon gesessen und davon geträumt Dinge zu tun, die Leute machen, die ich bewundere. Ständig habe ich – in einem sich der Situation angemessenem Abstand – zu ihnen hoch geschaut und voller Bewunderung ihr Leben beobachtet. Natürlich aus der Ferne.
Bis ich mir eines Abends, nach einem Glas Rotwein zu viel, eine Frage gestellt habe:
Was würdest du in deinem Leben ändern, wenn du keine Angst hättest? 

Die Antwort habe ich mit einem stumpfen Kajal-Stift auf einen rotweinbefleckte Serviette geschrieben und mir am nächsten Morgen mit nüchternem Blick noch mal angesehen.
Ich würde den Job wechseln, in eine fremde Stadt ziehen und meine Wohnung so einrichten, wie es mir gefällt und nicht angestrengt versuchen den Geschmack meiner Eltern oder Freunde zu treffen, die ich dann damit beeindrucken und überzeugen will, dass auch ich erwachsen geworden bin.
Ein halbes Jahr habe ich die Serviette immer in meiner Handtasche mit mir herum getragen. Und mit jedem Tag hat sie sich schwerer angefühlt, als hätte mir jemand Blei in die billige Imitation einer Louis Vuitton-Tasche gelegt. Das wurde wirklich schlimm und hätte zu einem ernsthaften Haltungsschaden führen können – bis ich zu meinem Chef ins Büro gegangen bin und ihm meine fristgerechte Kündigung auf den Tisch gelegt habe. Verrückt, ich weiß! Wahnsinnig verrückt sogar! Und der erste zittrige Schritt in mein neues Leben.
Man kann also sagen, eine Papierserviette hat mein Leben verändert. Denn während ich mich die ganze Zeit gefragt habe:
„Was, wenn es nicht klappt?“
Hat sie immer wieder das gleiche Mantra wiederholt:
„Ja Schätzchen, aber was, wenn es klappt?“

Die Chancen standen immerhin 50:50.

Das ist jetzt alles knapp zwei Jahre her.
Ich bereue den Schritt kein Stück. Nicht mal ein bisschen. Ich habe meinen Rucksack gepackt, habe alles was mir wichtig ist, mitgenommen und bin endlich in mein Leben gestartet. Einfach so, weil ich darauf vertraut habe, dass es genauso gut auch klappen kann.
Ärgere ich mich über manche Kollegen in meinem neuen Job? Klar, sicher.
Bin ich manchmal müde und falle nur halbtot ins Bett? Natürlich.
Quietscht der Parkettboden in meiner Altbauwohnung, die ich im Winter nur dann warm kriege, wenn ich ein kleines Vermögen ausgebe? Oh ja und wie!
Bin ich glücklicher? UM HIMMELS WILLEN JA!

Nein, dieser Blogbeitrag ist keine Aufforderung den Job hinzuschmeißen und meinem idiotischen Beispiel zu folgen. Es soll euch und mich nur daran erinnern, dass die Chancen immer 50:50 stehen. Wieso also davon ausgehen, dass es schief geht?
Habt keine Angst Dinge zu tun, die euch glücklich machen.

Jetzt meine Frage an euch, an die Mutigen, die sie in den Kommentaren beantworten wollen:
Was würdet ihr in eurem Leben ändern, wenn ihr keine Angst hättet? 

Bis hoffentlich zum nächsten Beitrag. Wenn er euch gefallen hat, zeigt eure Liebe! ❤
Euer

avocadogirl

TV Nerd Problems

Ich weiß ja nicht, wie es euch mit TV-Serien so geht, aber in meinem kleinen Leben spielen sie eine ungesund wichtige Rolle. Nicht alle, keine Sorge, ich kann sehr gut damit leben, wenn ich eine Folge GZSZ verpasst – was daran liegt, dass ich mich nur schwer für die kleinen und großen Dramen der Berliner Clique begeistern kann.
Aber gibt es nicht immer diese eine Serie, bei der wir uns einfach wie zu Hause fühlen und die Figuren wie gute Freunde in unser Leben lassen? Aufgeschrieben klingt es viel verrückter, als ich befürchtet habe. Gut möglich also, dass ich nach dem Schreiben dieses Beitrages von den Männern in den weißen Kitteln abgeholt und zur Sicherheit der Gesellschaft in einer weich gepolsterten Zelle weggesperrt werde. So lange es dort einen Fernseher gibt, klingt das für mich gar nicht so übel. Und Internet!

Ich liebe meine Freundinnen und möchte sie für nichts auf der Welt eintauschen oder hergeben. Aber wenn es um Serien-Freunde geht, wünsche ich mich manchmal auf die bequeme Couch ins Central Perk oder aber auf einen Mitternachtsnack mit Carrie und den Mädels irgendwo in New York. Wenn ich mich in eine Serie verliebe (und das kommt ziemlich oft vor), dann adoptiere ich die Figuren und tue mich sehr schwer mit dem Abschied nach der letzten Staffel. Und zwar so Taschentücher-Schokolade-traurige-Musik-schwer. Das stößt dann meistens auf Unverständnis, weil es ja nur fiktive Figuren sind, die von Schauspielern verkörpert werden, die Dialoge aussagen, die irgendwelche Drehbuchautoren aufschreiben um uns TV-Serien-Nerds das Herz zu brechen. Schon klar.
Aber nicht minder schmerzhaft.
Was macht man also, wenn man feststellt, dass man viel besser in eine TV-Serie als in das echte Leben passt? Ich bin z.B. der festen Überzeugung, dass ich mich in den Lebenskrisen von den Gilmore Girls viel besser schlagen würde, als in meinen. Immerhin könnte ich das mit Rory bei einem Kaffee in Luke’s Café besprechen. In Serien ist auch das Wetter meistens schöner. Und die Feiertage werden noch so richtig gefeiert.
Außerdem ist mir aufgefallen, dass die meisten Haustüren in Stars Hollow gar nicht abgeschlossen sind und man sich trotzdem keine Sorgen um Einbrecher machen muss.

Wo bewirbt man sich noch mal als fiktive Figur und bekommt einen Drehbuchautoren fürs Leben, der an den richtigen Stellen den geheimnisvollen Bad Boy um die Ecke kommen lässt? Mir hat noch nie jemand ein Auto gebaut! Machen wir uns nichts vor, wenn man Serien so lebt wie ich es tue, dann sind die Erwartungen an eine reale Beziehung doch utopisch hoch!
Im Vergleich zu meinen Erwartungen wirkt das Burj Khalifa wie ein Miniaturtürmchen. Und wieso? Weil es Serienmänner wie Dylan McKay, Pacey Witter, Jess Mariano und Mr. Big gibt. Schönen Dank auch!

Mir bleibt wohl nichts anderes übrig, als dem weißen Hasen ins Wunderland zu folgen und mir für heute Abend eine gute Folge Sex and the city auszusuchen! Niemand leidet so schön in einem Drama wie Carrie Bradshaw. Nicht mal ich. Und das will was heißen.

Und wie sieht es bei euch aus? Habt ihr schon mal bei einer Serien so richtig mitgelebt und eure Dreamteam angefeuert? Damon oder Stefan?
Traut euch, es bleibt auch unter uns im Gemüsekorb, versprochen!
Ach und traut euch ruhig auf die Links zu klicken. Es lohnt sich. 😉

Bis zum nächsten Beitrag!
Euer avocadogirl

Musik aus dem Januar

Jeder Monat verdient seinen eigenen Soundtrack, findet ihr nicht? Da gibt es manche Monate in denen man zu den angesagten Hits im Auto bei jeder roten Ampel die Choreographie aus dem Musikvideo auspackt und Geldscheine von fremden Menschen an die Scheibenwischer geheftet bekommt. Und dann wieder gibt es die Monate, in denen man zu Adeles „Hello“ an einer öffentlichen Bushaltestelle in Tränen ausbricht und nur mit zitternder Unterlippe einen Erklärungsversuch Marke: Mimimibibibi abliefern kann.

Liegt es an den Jahreszeiten? An der Erderwärmung oder gar den Sonnenstürmen? Man weiß es nicht und noch warte ich darauf, dass es jemand endlich als Thema für die Master-Arbeit wählt und ausführlich wissenschaftlich analysiert. Bis es allerdings so weit ist, müssen wir wohl mit unseren Theorien vorliebnehmen. Hier also meine:

Wenn wir einen Film im Kino ansehen, dann läuft bei einer besonders emotionalen Szene ein bestimmter Song und sobald wir das Kino verlassen haben, ist dieses Lied für immer mit besagter Szene verbunden. Ich kann, z.B. „Must have been love“ nicht mehr hören ohne an Julia Roberts aus „Pretty Woman“ in einer Limousine denken zu müssen, während Richard Gere alleine im Hotel bleibt.
So ist es doch auch in unserem Leben, wenn bisher der Song „Dancing on my own“ von Robyn läuft, musste ich an eine schreckliche Party denken, auf der mein Ex-Freund mit einer anderen getanzt hat und zwar so Channing Tatum in Magic Mike-Style. Und was habe ich dumme Nudel gemacht? Mir den ganzen Song über diese Szene reingezogen um sie mir auch gaaaanz sicher besonders gut einzuprägen, damit ich ja nicht vergesse, wie weh es getan hat. Toll. Wirklich clever. Und so überaus typisch für mich.
Es hat bis zu diesem Januar gedauert, bis ich diesen Song mit einer anderen, viel besseren Erinnerung verbinden konnte. Deswegen ist er auch auf meine Playlist für den ersten Monat des neuen Jahres gewandert – weil er mir jetzt ein Lächeln ins Gesicht zaubert!

Ohne euch mit den Erinnerungen an meinen Januar nerven zu wollen, lasse ich euch mit meiner Playlist (quasi meinem Soundtrack) zurück – ich halte euch nur auf.
Vielleicht ist ja der ein oder andere Geheimtipp für euch dabei, also traut euch und hört einfach mal rein.

Der Plan ist, für jeden Monat meine Top 10 zu sammeln und hier mit euch zu teilen. Musik ist schließlich dafür da um geteilt, geliebt und gesungen zu werden.

Verratet mir in den Kommentaren gerne, welcher Song euch im Januar 2016 begleitet hat und einen festen Platz auf eurer Playlist verdient hat. Ich schnüffele immer gerne nach neuen Musiktipps, also nur her damit!

Viel Spaß mit den zehn Songs aus meinem Januar!

Eueravocadogirl