Fußspuren .

Es mag an meinem Fernweh nach dem Meer liegen, dass ich mich aktuell verstärkt mit Sandstränden beschäftige. Oder aber, es ist ein Gedanke, den ich einfach nicht mehr los werde, je öfter ich im Netz oder im realen Leben (ja, ich habe sowas) darüber stolpere.

Wenn junge Menschen über ihre Zukunft sprechen, dann hört man oft so motivierende Mantras wie ‚Mach, was dich glücklich macht‚. Die Tassenindustrie wird vermutlich pro Jahr Millionen Keramikdinger mit Sprüchen wie ‚Do more of what makes you happy‚ oder  ‚Do what you love‚ los. Bei Abi-Reden hören wir ehemaligen Lehrern zu, wie sie Sachen sagen wie: ‚Und erfüllt eure Träume, lebt intensiv und lasst keine Chance aus blabla etc. etc. pp.‘

Doch wehe es gibt da draußen wirklich mal einen Querdenker, der beschließt seine ganz eigenen Fußspuren hinterlassen zu wollen. Der sich gegen den von der Gesellschaft akzeptierten Weg entscheidet und munter losmarschiert im festen Glauben schon – eben auf seine Art und Weise – ans Ziel zu kommen. Dann sind die Stimmen der Zweifler lauter, es wird zurück gerudert Marke: ‚Das sind Kalendersprüche, die kann man doch nicht ernst nehmen!‘

Erst Flügel verpassen und dann stutzen. Ernsthaft?

Was ist verkehrt daran, einen anderen als den bekannten Weg zu gehen? Wir Frauen haben doch den Ruf ohnehin keinen besonders ausgeprägten Orientierungssinn zu haben. Wir entdecken also neue Wege jedes Mal, wenn wir zum Grillfest einer Bekannten fahren. Wieso also nicht auch im Leben mal Spuren dort hinterlassen, wo vielleicht noch nicht alle Touristen in Adidellen oder Flip Flops ihre Abdrücke in den Sand gerammt haben?

Wieso wird uns zum Abschluss der Schule oder der Uni oder der Ausbildung versprochen, dass uns alle Türen offen stehen, wenn wir nur fest genug daran glauben? Wenn wir uns anstrengen und auf das Bauchgefühl hören.

Dinge tun, die wir lieben.

Eigene Wege gehen.

Fußspuren im Sand hinterlassen.

Nennt mich ruhig naiv, aber ich bin der festen Überzeugung, dass es sich lohnt auch mal das Navi auszuschalten, nur um zu sehen ob der vermeintliche Umweg sich nicht einfach nur als der eigene Weg entpuppt.

Seid mutig, traut euch!

Euer

avocadogirl

 

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Hello 2016

Und wieder ist ein ganzes Jahr an uns vorbei gezogen. Ein Jahr in dem wir mehr Sport machen, uns gesünder ernähren und weniger Fast Food essen wollten.

2015, das Jahr der total Sonnenfinsternis.
Das Jahr des Schafes.
Das Jahr der Promi-Trennungen (ich bin ja noch immer nicht über das Beziehungsende von Gewn Stefani und Gavin Rossdale hinweg gekommen).
Das Jahr der Flüchtlingskrise (die für viele nicht die Gewichtung der Promi-Trennungen hatte … wie schade.)

Mein Jahr 2015 war vollgestopft mit versteckten Highlights und netten Momenten, die überraschender Weise richtig gut geworden sind.
Die meisten Partys, auf die ich nicht gehen wollte, hatten bessere Musik, leckerere Cocktails und süßere Typen zu bieten als zuerst angenommen.

Vor allem aber durfte ich gesund bleiben und – JACKPOT – die Menschen die mir lieb und teuer sind, auch! Alles in allem war das vergangene Jahr also echt gut zu mir und deswegen habe ich es an Silvester auch mit einer festen Umarmung verabschiedet und ihm versprochen für immer eine gute Erinnerung zu bleiben.

Wie bei der Neubesetzung eines liebgewonnenem TV-Charakters steht jetzt als 2016 bereit und hatte schon den Januar als Probemonat zu absolvieren. Es ist also an der Zeit das Jahr zum Gespräch zu bitten, ihm seine Stärken und Schwächen zu nennen und zu verraten, was man sich von ihm in den verbleibenden 11 Monaten noch so erwartet. Denn machen wir uns nichts vor: seine Haltbarkeitsdauer ist beschränkt wie bei einer Fruchtfliege und wir wollen die gemeinsame Zeit genießen.

Für mich ist jedes Jahr wie eine neue Liebesbeziehung. Man ist ganz euphorisch und aufgeregt (vielleicht noch von Silvester etwas beschwippst) wenn man am 1. Januar aufwacht und voller Tatendrang mit einem Lächeln im Gesicht auf die kommenden 365 Tage schaut. Der neue Kalender ist voll mit guten Vorsätzen und Plänen, die sich bei mir seit Jahren wiederholen, weil ich noch nicht dazu gekommen bin meine Yogamatte auszupacken, auf der ich jeden Tag vor Sonnenaufgang in den Tag starten wollte. Zumindest steht das so in meinem Kalender von 2013.

Was wird 2016 also wirklich anders? 

Nun, zum ersten habe ich diesen Blog endlich ins Leben gerufen, weil ich mir das seit Jahren selber verspreche. Klar, die Gefahr besteht, dass ein weiterer Blog einer leicht verrückten jungen Frau in den unendlichen Tiefen des Internets zwischen den Supernovas wie Zoella und den ganzen veganen Foodblogs untergeht. Und natürlich könnte ich ganz heroisch behaupten, dass ich sowieso nur für mich schreibe und es mir egal ist, wieviele von euch hier vorbeischauen.
Das ist genauso glaubhaft wie ein Justin Bieber, der im Madison Square Garden vor 11 Leuten auftritt. Nein, ich wünsche mir, dass meine geistigen Ergüsse zu den unterschiedlichsten Themen Leser finden. Vor allem aber wünsche ich mir etwas mehr Ordnung in meinem Kopf und meinen Gedanken. Daher also der Schritt zu diesem Blog.
Und natürlich nehme ich mir vor mehr Sport zu machen und vielleicht nicht bei jedem McDonalds in der Stadt wie eine Motte ins Licht zu stürzen, nur um dann mit einem Big Mac und sechs Chicken Nuggest im Bauch wieder nach draußen zu taumeln und diesen Ausrutscher beim Blick in den Spiegel am nächsten Morgen zu bereuen.
Viel wichtiger ist es aber doch, dass ich abends mit einem Lächeln im Gesicht einschlafe und am nächsten Morgen mit einem Lächeln wieder aufwache, findet ihr nicht?

Meine 10 Vorsätze (die ich im Januar nicht wirklich durchgezogen habe) bekommen also einen zweiten Versuch:
1) Die Yogamatte auspacken
2) Drei Mal in der Woche je 15 Minuten Sport machen
3) Das Jamie Oliver Kochbuch mit den gesunden Gerichten von Weihnachten 2012 an meine Mutter verschenken
4) Mit einen Account bei Lieferando.de erstellen
5) Viel Zeit mit Menschen verbringen die ich liebe, die mir guttun und die mich zur Begrüßung und zum Abschied fest umarmen
6) Alle Songs von Adele mitsingen zu können
7) Twitter zu verstehen und zu nutzen
8) Jeden Tag zu lachen
9) Mir nicht das Herz brechen zu lassen
10) Mich nicht für andere zu verbiegen, sondern zu akzeptieren, dass ich ein chaotischer Wirbelwind bin, den man entweder so mag oder eben nicht

Also 2016, was meinst du? Kriegen wir das zusammen bin?

Lasst mich doch in den Kommentaren wissen, was eure Vorsätze für 2016 sind und ob ihr sie im Januar vielleicht sogar schon umsetzen konntet und damit einen Monat Vorsprung habt!

Euer,
avocadogirl